Chemielaborant/-in



Die Ausbildung als Chemielaborant unterbreitet dir weit mehr als das Zusammenpanschen von chemischen Stoffen im Reagenzglas. Du hast hier echte Verantwortung zu tragen und dein Job ist auch nicht gerade ungefährlich. Also ist äußerste Vorsicht angesagt. Ohne die eben bereits erwähnte Brille und weitere Schutzkleidung wie Kittel und Handschuhe geht hier nichts. Das Basiswissen dafür lernst du im ersten Jahr der Ausbildung. Schließlich brauchst du deine Hände und Augen noch.

 

Ausgebildet wirst du im dualen System, das bedeutet standardmäßig, dass du abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule lernst. Das Besondere an dieser Ausbildung ist, dass man möglicherweise im Berufsbildungswerk, im Lehrlabor oder auch im Ausbildungszentrum einen Teil seiner Zeit absolviert. Damit ist die Ausbildung als Chemielaborant trotz hohem Theorieanteil sehr praxisnah und keineswegs öde. Mögliche Ausbildungsbetriebe sind beispielsweise Chemielabore von Getränke-, Medikamenten- und Kosmetikherstellern. Zu den wichtigsten Inhalten deiner Ausbildung gehört es, die chemischen, physikalischen und mathematischen Zusammenhänge zu verstehen, um sie dann in der Vorbereitung und Durchführung von Versuchen, der Herstellung von Produkten, sowie deren Protokollierung und Analyse anwenden zu können.

 

Wenn du sie nicht durch exzellente Schulnoten verkürzen kannst, dann dauert deine Ausbildung als Chemielaborant in der Regel dreieinhalb Jahre. Um einen Ausbildungsplatz in der Branche zu bekommen, braucht man mindestens einen mittleren Bildungsabschluss, allerdings werden bevorzugt Azubis mit Hochschulreife eingestellt, und zwar zu etwa 53%. Hast du erst einmal einen Ausbildungsplatz ergattert, so darfst du dich schon in der Ausbildung über eine faire Vergütung freuen. Je nach Unternehmen rangiert das Gehalt im ersten Lehrjahr zwischen 686 und 756 Euro. Im letzten Jahr bekommt man sogar einen Betrag von 822 bis 968 Euro. Damit kommt man als Azubi schon mal ganz gut über die Runden.

 

Was noch erwähnt werden sollte, ist, dass du eventuell mit abweichendes Arbeitszeiten rechnen musst. Es kommt häufig vor, dass Chemielaboranten in Gleitzeit arbeiten, also unter Einhaltung der vereinbarten Stundenzahl ins Labor kommen und gehen dürfen wie sie möchten. So könntest du zum Beispiel mal einen Tag früh kommen und früh gehen und an einem anderen Tag später, falls du etwas erledigen musst oder so. Schichtdienst ist auch keine Seltenheit und eventuell musst du zwischen Früh, Spät- und Nachtschicht switchen.



Diese Unternehmen bieten diesen Ausbildungsberuf an:

 

Lindenschmidt