Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen



Bis 2006 wurden Versicherungskaufleute ausgebildet, heute ist die berufliche Ausbildung unter der Bezeichnung Kaufmann für Versicherung und Finanzen neu strukturiert. Die Ausbildung wird mit zwei Schwerpunkten angeboten: „Versicherung“ und „Finanzen“. In den ersten beiden Lehrjahren sind die Ausbildungsinhalte einheitlich, erst im dritten Jahr findet die Spezialisierung statt. Entscheidest du dich für die Richtung Versicherung erwarten dich weitere Entscheidungen, denn die Ausbildungsstruktur ist flexibel und lässt individuelle Schwerpunkte zu.

Möchtest du jeden Tag eine neue Herausforderung annehmen, viel reisen und Kunden persönlich beraten, dann ist der Bereich Vertrieb genau das Richtige für dich. Mitbringen solltest du Wortgewandtheit und Kontaktfreudigkeit, denn im Vertrieb findet die Beratung persönlich statt. Im Innendienst ist dein Alltag dagegen weitaus geregelter. Morgens E-Mails checken, dann Schadensfälle prüfen und den Kunden per Telefon kontaktieren. Die gesammelten Ergebnisse werden im Anschluss schriftlich festgehalten. 
Mittags geht's dann beispielsweise bei der Allianz mit den (Azubi-)Kollegen in das firmeneigene Mitarbeiterrestaurant.

 

Egal also ob persönlich oder am Telefon - als Versicherungskaufmann musst du deine Kunden optimal beraten und informieren können. Du benötigst daher nicht nur Argumentationsstärke und Feingefühl, sondern auch das nötige Hintergrundwissen. Welche verschiedenen Versicherungsleistungen und Altersvorsorgen es gibt, zählt genauso zum Beratungsangebot wie die Erläuterung zur Unfallvorsorge und Vermeidung. Ebenso müssen die Kundendaten betreut, Verträge abgeschlossen und Neukontakte hergestellt werden. Wird ein Schaden eingereicht, heißt es nun, diesen zu überprüfen und die Zahlung einzuleiten. Die Bandbreite der Tätigkeiten reicht also von der Beratung bis zur Verwaltungstätigkeit.     

Zu den Vorteilen des Berufes zählen deine Arbeitszeiten. In der Regel werden Gleitzeitmodelle angeboten, durch die du deine Arbeitszeiten individuell an deine Bedürfnisse anpassen kannst. Du bist ein Morgenmuffel? Dann schlaf ein Stündchen länger und arbeite von 9 bis 17 Uhr. Du bist Frühaufsteher? Dann beginn deinen Arbeitstag doch bereits um 7 Uhr morgens und freu dich auf einen frühen Feierabend. Vergleichst du deine Ausbildung dazu noch mit anderen Ausbildungen, beispielsweise mit Hotelkaufleuten oder Friseuren, wird dir auffallen, dass du zu den besserverdienenden Azubis gehörst.

 

Möchtest du Versicherungskaufmann werden, musst du verschiedene Kriterien erfüllen. Über 60 Prozent der Azubis haben eine Hochschulreife, du solltest daher mindestens einen mittleren Schulabschluss nachweisen können. Besonders großen Wert legen die Personaler darüber hinaus auf deine Deutsch- und deine Mathenote. Strebst du den Vertrieb an, solltest du darüber hinaus besonders wortgewandt und aufgeschlossen sein.   Abgeschlossen wird die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen mit einer Prüfung, die sich in einem schriftlichen und einen mündlichen Teil aufgliedert. Zuvor findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres die sogenannte Zwischenprüfung statt.

Auch wenn du nach deinen Abschlussprüfungen mit Sicherheit genug vom Lernen  hast – es kann sich für dich lohnen, weitere Zeit und Arbeit in eine Weiterbildung zu investieren, denn dein Karriereweg kann steil sein.
Die Allianz beispielsweise  gibt den Innendienst-Azubis die Möglichkeit, nach der Ausbildung an einer Weiterbildung zum Kundenberater teilzunehmen. Dadurch sind sie nicht nur im Innendienst, sondern auch im Vertrieb beim Kunden einzusetzen. Darüber hinaus sind die Weiterbildungen zum Betriebs- oder Fachwirt tolle Möglichkeiten die Karriere anzutreiben. Diese ermöglichen dir leitende Positionen, wie die des Team- oder Abteilungsleiters.



Diese Unternehmen bieten diesen Ausbildungsberuf an:

 

OVB Vermögensberatung in Siegen

 

Provinzial Menn & Kollegen