KFZ-Mechatroniker/in



In der Ausbildung als KFZ-Mechaniker lernst du natürlich die Grundlagen und die Aufgaben, die tagtäglich warten: Einzelteile austauschen, Ölwechsel und Wartungen durchführen. Doch eine immer größere Rolle spielt auch die modernste Technik. So sind Laptops, iPads und Diagnosegeräten  kaum noch aus einer Werkstatt wegzudenken, denn sie helfen dir mit ihrer Software, Fehler auszulesen und zu beheben. Mechanik und Elektronik verschmelzen also immer mehr und bringen neue Herausforderungen in den Beruf des KFZ-Mechanikers.

 

Mitbringen solltest du also Freude an Mechanik und Elektronik aber auch eine gute körperliche Belastbarkeit. Wenn du diese Voraussetzungen soweit erfüllst und mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen kannst, steht deiner Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker nichts mehr im Wege.

 

Wie in jeder dualen Ausbildung verbringst du den größeren Praxisteil in deiner Ausbildungswerkstatt und den theoretischen Teil in einer Berufsschule. Deine Arbeitszeiten sind relativ normal, du arbeitest werktags von morgens bis zum späten Nachmittag oder Abend (je nach Öffnungszeiten) und hast somit einen routinierten Wochenablauf.

 

In deiner Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker kannst du dich für einen von fünf angebotenen Schwerpunkte entscheiden: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie Karosserietechnik. Dabei solltest du danach gehen, was dir am meisten Spaß bringen würde. Hast du mehr Lust, in der Personenkraftwagen oder der Motorradtechnik zu arbeiten? Interessiert dich ansonsten eher der Bereich System- und Hochvolttechnik oder vielleicht die Karosserietechnik?

 

Auch die Nutzfahrzeugtechnik wird in vielen Unternehmen angeboten. Dort lernst du, LKWs, Busse, Bau- oder Stadtreinigungsfahrzeuge zu warten und zu reparieren. In der Nutzfahrzeugtechnik spielen besonders sogenannte „Assistenzsysteme“, wie Tempomat, Spurbindungsassistent, Notbrems- und Nachtsichthilfen eine wichtige Rolle, die du in dieser Fachrichtung alle genauer kennenlernen wirst. Während deiner Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker im Bereich Nutzfahrzeugtechnik lernst du außerdem Störgeräusche zu erkennen und zu reparieren. Schließlich ist die Sicherheut bei Schulbussen beispielsweise ein ganz wichtiger Faktor. Die Schwerpunkte werden übrigens in den letzten eineinhalb Jahren deiner Ausbildung gelehrt, bis dahin verläuft die Grundausbildung gleich.

 

Nach deinem erfolgreichen Abschluss der Azubizeit hast du verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, manche davon kannst du sogar bereits in deine Ausbildung einbinden. Du könntest dich beispielsweise zum Kraftfahrzeugtechnikermeister, KFZ-Servicetechniker oder Automobil Serviceberater weiterbilden. Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, steht auch einem Anschlussstudium nichts im Weg. Denkbare Studiengänge, für die du dich entscheiden könntest, sind Kommunikationstechnik oder Nutzfahrzeugtechnik. Hast du dich für die Fortbildung als Kraftfahrzeugtechnikmeister entschieden, so könntest du außerdem deine eigene Werkstatt eröffnen und selbst Azubis ausbilden.

 

Ansonsten könntest du deine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker natürlich auch als Einstieg in ganz andere Gefilde nutzen: Einige der bekannten deutschen Rennfahrer haben vor ihrer Karriere in der Formel 1 als Kraftfahrzeugmechatroniker gearbeitet. Aber wir wollen ja realistisch bleiben.


Diese Unternehmen bieten diesen Ausbildungsberuf an:

 

Autohaus Keller (Kreuztal)

 

Bald AG

 

Lindenschmidt