Restaurantfachmann/-frau



Damit der Besuch des Gastes nicht eine einmalige Angelegenheit bleibt, lernst du in deiner Ausbildung zum Restaurantfachmann, wie der Gast perfekt betreut wird. Das fängt bei der Begrüßung an, geht über die Beratung und Bewirtung und endet erst mit der Verabschiedung. Du lernst das Kassensystem kennen und Rechnungen zu erstellen. Damit die Bezahlung der Rechnung nicht zum Staatsakt wird, solltest du fit im Kopfrechnen sein. Den in der Schule so liebgewonnen Taschenrechner wirst du in der Regel nicht zu Rate ziehen können. Mit der Zeit wirst du aber auch locker ohne auskommen können. In einem Restaurant werden die Speisen natürlich nicht wie bei Mutti auf dem Teller gestapelt, sondern liebevoll angerichtet. Das Auge isst schließlich mit. In der Ausbildung zur Restaurantfachfrau lernst du daher, aus einem einfachen Gericht ein kleines Kunstwerk zu machen.

 

 

Dein Arbeitstag unterscheidet sich stark vom dem deiner Freunde, die ihre Ausbildung in einer Bank oder in der Verwaltung absolvieren. Während sie schon gemütlich auf der Couch liegen und sich vom Vorabendprogramm berieseln lassen, geht es für dich erst richtig los. Arbeit bis in die Nacht ist genauso wenig eine Seltenheit wie die Arbeit am Wochenende. Diese Arbeitszeiten machen auch vor den Azubis nicht halt, zumindest soweit des Jugendschutzgesetz es zulässt. Denn bist du unter 16 Jahre alt, hast du spätestens um 20 Uhr Feierabend, bist du zwischen 16 und 18 Jahre alt, darf dein Chef dich bis 22 Uhr arbeiten lassen. Erholung wird dir natürlich dennoch eingestanden, so bleiben viele Gastronomiebetriebe an einem Tag in der Woche geschlossen; zudem steht dir ein weiterer zweiter freier Tag zu.

 

Die Ausbildung zur Restaurantfachfrau findet dual statt. Das bedeutet nichts anderes, als dass du neben der Arbeit im Betrieb auch die Schulbank drückst und Prüfungen ablegst. In der Berufsschule werden dir unter anderem die betriebswirtschaftlichen Grundlagen vermittelt. Im Betrieb lernst du wiederum, dein neu erlerntes Wissen in der Praxis anzuwenden. Wie für jede Ausbildung üblich, gibt es Zugangsvoraussetzungen und Eigenschaften, die von dir erwartet werden. So solltest du ein gutes Auffassungsvermögen haben. Fällt es dir leicht, dir viele Dinge zu merken? Wenn ja, wirst du später nicht immer zweimal zum Gast laufen müssen, weil du einen Teil seiner Bestellung vergessen hast. Zudem sollte es dir leicht fallen, auch in Stresssituationen Ruhe zu bewahren und freundlich zu bleiben. Auch wenn du rechtlich gesehen keinen bestimmten Schulabschluss nachweisen musst, hat sich gezeigt, dass Betriebe vorwiegend Bewerber mit einem Haupt- oder Realschulabschluss einstellen.

 

Nach deiner Ausbildung zur Restaurantfachfrau kannst du dir selbst eine tolle Karriere servieren. Strebst du die Leitung eines Betriebes oder sogar die Eröffnung eines eigenen Restaurants oder Cafés an, solltest du an einer Weiterbildung zum Fach- oder Betriebswirt teilnehmen. In diesen Weiterbildungen erhältst du tiefgehendes Wissen zu den betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Hintergründen, die die Grundlage für leitende Positionen sind. Auch Spezialisierungen können deinen Karriereweg positiv beeinflussen.


Diese Unternehmen bieten diesen Ausbildungsberuf an:

 

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